Fortsetzung der Vereins-Chronik

Nach dem Zusammenbruch 1945 gelang es im September 1945, den FTSV Vineta Schacht-Audorf erneut aus der Taufe zu heben. Man übernahm die Traditionen der beiden vor dem Krieg bestehenden Sportvereine. 1972 benante man sich um in den "Turn- und Sportverein Vineta Schacht-Audorf v. 1920 e.V.".

Unter den Gründungsmitgliedern waren H. Voßnacke, die Gebrüder Sennhauser, G. Gladow, B. Baumann und Frau Friedrich (Muttchen). Mit Ludwig Onken, den damaligen Bürgermeister, hatte Vineta einen wohlwollenden Fürsprecher.

Die seit den 80iger Jahren beständig steigende Mitgliederzahl brachte einige neue Angebote des Vereins auf den Weg. 1981 gründete sich die Volleyballabteilung unter der ersten Anleitung von Ingrid Hansen mit ca. 30 Teilnehmern. Von Beginn an spielten Frauen und Männer in gemischten Teams und eine Trennung der Geschlechter wie in anderen Sportarten blieb bis heute aus. Mit der Entwicklung des Volleyballs als neue Sportart etablierten sich im Verein regelmäßige Turniere und Teilnahmen an Veranstaltungen. Aus einer solchen Veranstaltung heraus entsprang auch die Idee, einmal Beachvolleyball zu spielen. Die Idee wurde zum Erfolg und trug dazu bei, dass der Verein heute über ein entsprechendes Beachvolleyballfeld auf der neuen Sportanlage verfügt.

Seit 1987 besitzt der TSV die Gemeinnützigkeit.

Die Turnsparte ist bis zur heutigen Zeit weiter die größte Abteilung des Vereins. Die Turner präsentierten sich in den 80iger Jahren alljährlich nach der Winterpause mit einem Abturnen oder einem Showturnen. In der Folge entstanden immer mehr neue Angebote für unsere Vereinsmitglieder. Insbesondere für die Kleinen im Verein wurde mit dem „Mutter und Kind-Turnen“ und den „Kindern in Bewegung“ ein attraktives neues Angebot geschaffen. Als weitere Folge des Engagements und der Dynamik in der Turnsparte wurden dann ganz neue, in der Zeit aktuelle Angebote geschaffen: Neue Sportarten wie Aerobic, Stretching, Fitness, Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik und Aerobic for Kids erweiterten ab 1992 den sportlichen Rahmen. Aus dieser Bewegung entstand unter der Leitung von Katrin Reese die Show-Gruppe Karee, die sich mit der Teilnahme am deutschen Turnfest in München (1998) und Leipzig (2002) auszeichnete und den Verein weit über Schleswig-Holsteins Grenzen hinaus repräsentierte.

Die großartige Handballgeschichte des Vereins konnte nur in den 70iger Jahren durch die Erfolge der Frauenmannschaft mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse unter Magarethe Friedrichs ( gen. Muttchen ) und Günther Rose aufrecht erhalten werden.

Durch die rückläufige Mitgliederzahl in der Handballsparte wurde zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs 1992/93 die Spielgemeinschaft mit dem TSV Schülldorf für den Jugend- und Frauenhandball gegründet. Die Spielgemeinschaft ist bis heute aktiv und hat gerade in der jüngsten Vergangenheit viele erfolgreiche Jugendspielerinnen hervor gebracht.

Nach den großen Erfolgen Ende der 70iger Jahre mit der kurzzeitigen Hoffnung des Aufstiegs in die Verbandsliga hat die Fußballabteilung in den vergangenen Jahren wieder sehr große Erfolge verzeichnen können. Unter der Leitung des Spielertrainers Hjalmar Krabbe und dem erfolgreichen Zusammenwirken der Fußballverantwortlichen schaffte die Ligamannschaft mit dem Aufstieg aus der ersten Kreisliga in die Bezirksliga und dem anschließenden Durchmarsch in die Bezirksoberliga den wohl größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Dass Erfolg beflügelt, zeigte sich in der Entwicklung der Fußball-Jugendabteilung. So verdoppelte sich die Anzahl der Jugendmannschaften seit Mitte der 80iger Jahre auf zwölf Mannschaften. Seit einer Initiative von Conny Kuhlmann mit viel Einsatz im Jahre 2002 gründete sich eine Fußball-Damenmannschaft, und in deren Folge etablierte sich der Mädchen-Fußball erfolgreich im Verein.

Die wohl größte Herausforderung an den Verein und die Vereinsführung war der Bau einer eigenen Sportanlage in den Jahren von 1999 – 2003. Auf einem ca. 4,5 ha großem Areal an der Autobahn sollten vier Fußballfelder, eine kleine Mehrzweckhalle und das seit vielen Jahren ersehnte Vereinsheim entstehen. Mit großer finanzieller Unterstützung der Gemeinde, des Kreises Rendsburg-Eckernförde und des Landessportverbandes sowie dem enormen Einsatz vieler Vereinsmitglieder ist eine wunderbare Sportanlage entstanden, die im Kreis ihresgleichen sucht. Im Jahr 2003 wurde die Anlage im Rahmen einer Feierstunde eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Nach vielen Planungs- und Umplanungsstunden stehen den Mitgliedern jetzt drei Rasenplätze, ein Allwetterplatz, ein Beachvolleyballfeld, eine Mehrzweckhalle und ein großzügiges Vereinsheim zur Verfügung. Auf den Randflächen bestehen weitere Möglichkeiten, den Sportbetrieb zu erweitern oder vielleicht andere Angebote zu schaffen. Bei den Optimisten im Verein besteht weiterhin der Wunsch nach einer großen Sporthalle, um für das bestehende Sportangebot ausreichend Hallenzeiten anzubieten.

Ab 2011 machte sich der Fitness-Boom der sog. „Best-Ager-Generation“ auch im TSV Vineta Audorf bemerkbar. Die vor einigen Jahren gegründete Sparte "Fit und Gesund" verzeichnet einen immer größeren Zulauf. Neue Gesundheits-Sportarten wie GYM-AKTIV IM GRÜNEN, ZUMBA, INSANITY oder PIYO wurden in das umfangreiche Programm aufgenommen. Seit 2011 stieg die Zahl der Mitglieder von zunächst stabilen 1.100 auf deutlich über 1.300 Personen. Darunter waren mehr als 500 Mitglieder unter 18 Jahren zu verzeichnen.

Anfang der 2000er Jahre war der TSV Vineta Audorf zunächst Co-Veranstalter, später Allein-Veranstalter des "Dörpsee-Triathlons". Zunächst unter der Leitung von Axel Lesche und Heiko Hentrop, wurde diese beliebte Veranstaltung später von einem Team um Klaus Waskönig übernommen. Seit 2014 wird dieser Triathlon, der regelmäßig im September stattfindet, im Rahmen des Ruder-Marathons auf dem Nord-Ostsee-Kanal durchgeführt. Er ist somit die einzige Schwimmveranstaltung, die im NOK durchgeführt werden darf. 2015 wurde der "Dörpsee-Triathlon" in „Sparkassen-Canal-Triathlon“ umbenannt.

Weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt wurde der VINETA-Cup für Jugend-Fußball-Mannschaften. In der Regel nahmen mehr als 100 Jugendmannschaften mit weit mehr als 1.000 Teilnehmern an dieser von Stefan Bröse ins Leben gerufenen Veranstaltung teil.